Ackerland kaufen - Unsere Vorgehensweise beim Kauf von Ackerland im Detail

Ihre Ansprechpartnerin für den Kauf landwirtschaftlicher Flächen

Jeannine Büssow

Diplom-Agraringenieurin

  • Seit 2008 Mitarbeiterin bei der Agrarboden GmbH & Co. KG
  • Studium der Agrarwissenschaften
  • landwirtschaftliche Praxiserfahrung

Telefon: 02525 9 62 22 90
E-Mail: info@agrarboden.de

Welche für mich entscheidenden Aspekte werden auf der Suche nach dem passenden Ackerland geprüft und berücksichtigt?
Bei der Überlegung, landwirtschaftliche Fläche zu kaufen, stellt sich zunächst die Frage nach der Nutzung. Möcht Sie die Fläche als Kapitalanlage erwerben und verpachten oder zur eigenen Betriebserweiterung verwenden. Dementsprechend berücksichtigen wir neben sämtlichen Aspekten aus den Bereichen Landwirtschaft, Betriebswirtschaft, Steuern und Recht, auch die geografische Lage und die jeweilige Bewirtschaftungsform und Motive des Verkäufers.

Wie geht es weiter? Bekomme ich schnell einen aktuellen Marktüberblick durch Agrarboden?
Nach der genauen Bedarfsanalyse suchen wir zunächst in unserem aktuellen Angebotsportfolio nach dem passenden Ackerland oder Grünland. Sie erhalten dabei exklusiven Zugang zu allen attraktiven Verkaufsobjekten von Agrarboden und werden sofort informiert, sobald neue hinzukommen.
Kommt eine Fläche für Sie in Frage, organisiert Ihr Ansprechpartner bei Agrarboden einen Besichtigungstermin, zu dem wir Sie selbstverständlich begleiten werden.
Während des gesamten Prozesses garantiert Agrarboden Ihnen absolute Verschwiegenheit und eine professionelle und zügige Abwicklung.

Was passiert, nachdem für mich eine passende Ackerfläche oder Grünland gefunden wurde?
Bevor der Kaufertrag abschließend beim Notar unterzeichnet wird, beraten und vermitteln wir bei der Einigung über den Kauf und der Festlegung sowie Prüfung von Vertragsdetails.

Kann Agrarboden mich auch nach Vertragsabschluss weiter unterstützen?
Nach dem Erwerb Ihrer landwirtschaftlichen Fläche, steht Agrarboden Ihnen auf Wunsch auch beratend zur Seite. Insbesondere bei der Auswahl von Pächtern oder externen Dienstleistern helfen wir gerne. Weitere Informationen zu Betriebs- und Flächenmanagement.

Regionale Ausdehnung
Die regionale Ausrichtung von Agrarboden umfasst das gesamte Bundesgebiet. Darüber hinaus vermitteln wir auch Ackerland und Forst im benachbarten Ausland.

Aktuelle Objektangebote

Im Folgenden finden Sie einen Auszug aus unserem aktuellen Angebotsportfolio. Für weitere Informationen bitten wir um Ihre Kontaktaufnahme.

Ca. 38 ha Ackerland in Schleswig-Holstein:

Der Besitz befindet sich in der schleswigschen Geest. Es handelt sich um eine arrondierte landwirtschaftliche Nutzfläche mit insgesamt etwa 38 ha. Der Ackerlandanteil beträgt ca. 70 %. Am Standort finden sich leichte Böden mit guten Niederschlagswerten. Die Fläche ist langfristig zu guten Konditionen verpachtet.

Eine Übernahme ist nach Absprache kurzfristig möglich.

Gesamtgröße: 38 ha
Kaufpreis: 1.542.467 EUR
Provision: 5,95 %
   

Ca. 22 ha Ackerland als Kapitalanlage:

Zum Verkauf kommt eine Ackerlandfläche mit ca. 22 ha. Der Besitz befindet sich in der nördlichen Mitte von Schleswig-Holstein und teilt sich auf in fünf Teilstücke. Es handelt sich um einen leichten Standort mit guten klimatischen Bedingungen. Der Besitz ist langfristig verpachtet.

Eine Übernahme ist nach Absprache kurzfristig möglich.

Gesamtgröße: 22 ha
Kaufpreis: 935.411 EUR
Provision: 5,95 %
   

Landkreis Schleswig-Flensburg: ca. 23 ha Ackerland:

Die Ackerlandfläche befindet sich südwestlich von Flensburg. Es handelt sich um insgesamt ca. 23 ha, aufgeteilt auf zwei nah beieinander liegende Teilstücke. Vor Ort finden sich leichte, sandige Böden bei ausreichend Niederschlag und gutem Klima. Der Besitz ist langfristig zu attraktiven Konditionen verpachtet.

Eine Übernahme ist nach Absprache kurzfristig möglich.

Gesamtgröße: 23 ha
Kaufpreis: 928.036 EUR
Provision: 5,95 %
   

Land und Forst mit insgesamt ca. 300 ha:

Im Osten Brandenburgs können wir einen land- und forstwirtschaftlichen Besitz mit ca. 300 ha anbieten.

Für nähere Informationen sprechen Sie uns bitte an.

Gesamtgröße: 300 ha
Kaufpreis: 3.300.000 EUR
Provision: 5,95 %
   

Großraum Köln: Ca. 14 ha arrondiertes Ackerland:

Die landwirtschaftliche Nutzfläche befindet sich ca. 30 km entfernt vom Zentrum der Stadt Köln. Es handelt sich um ca. 14 ha arrondiertes Ackerland, welches über einen vorbeiführenden Weg sehr gut erschlossen ist. Am Standort finden sich lehmige und lehmig-tonige Böden mit im Mittel 69 Bodenpunkten bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von etwa 630 mm. Der Besitz ist derzeit verpachtet. Der Mindestkaufpreis beträgt 1.052.850 Euro. Der Verkauf der Flächen erfolgt im Bieterverfahren gegen Gebot. Die Gebotsfrist endet am 02. Juni 2017 um 12 Uhr.

Gesamtgröße: 14 ha
Kaufpreis: 1.052.850 EUR
Provision: 3,57 %
   

Nordfriesland: Ackerland und Windkraft:

Verkauft wird arrondiertes Ackerland mit einem Windkraftstandort direkt an der Nordseeküste.Es handelt sich um insgesamt etwa 21,5 ha Ackerland - vollständig arrondiert, rechteckig geschnitten und über einen landwirtschaftlichen Weg sehr gut erschlossen. Am Standort finden sich sandige bis sandig-lehmige Böden mit im Mittel 55 Bodenpunkten bei guten klimatischen Bedingungen. Der Besitz ist pachtfrei und kann zur Selbstbewirtschaftung übernommen werden. Alternativ ist auch eine Verpachtung denkbar. Der Windkraftstandort ist bereits bebaut, die Windkraftanlage in Betrieb genommen. Der Mindestkaufpreis beträgt 964.512 Euro. Der Verkauf der Flächen erfolgt im Bieterverfahren gegen Gebot. Die Gebotsfrist endet am 26. Mai 2017 um 12 Uhr.

Gesamtgröße: 21,5 ha
Kaufpreis: 964.512 EUR
Provision: 5,95 %
   

Ca. 13 ha Acker- und Grünland in der Altmark:

Bei dem angebotenen Besitz handelt es sich um ca. 13 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, welche sich auf vier Teilstücke aufteilt. Es handelt sich um ca. 9 ha Ackerland und ca. 4 ha Grünland mit anlehmig-sandigen und lehmig-sandigen Böden. Der Besitz ist aktuell zu guten Konditionen verpachtet, kann aber ab Herbst 2018 auch zur Selbstbewirtschaftung übernommen werden. Der Mindestkaufpreis beträgt 245.000 Euro. Der Verkauf der Flächen erfolgt im Bieterverfahren gegen Gebot. Die Gebotsfrist endet am 02. Juni 2017 um 12 Uhr.

Gesamtgröße: 13 ha
Kaufpreis: 245.000 EUR
Provision: 5,95 %
   

Allgemeine Informationen zum Kauf von Ackerland:

Landwirtschaftliche Nutzfläche unterteilt sich in Ackerland, Grünland, Gartenbauflächen und Forst.

Ackerland ist eine landwirtschaftliche Fläche, die in die Fruchtfolge der Bodenbewirtschaftung einbezogen ist und regelmäßig oder in gewissen Zeitabständen z. B. mit dem Pflug beackert und bestellt wird. Hierzu zählen Flächen, auf denen Getreide, Hülsenfrüchte, Hackfrüchte, Ölsaaten, Handelsgewächse und Futterpflanzen angebaut werden.

In Deutschland dient der größte Teil der Ackerflächen der Pflanzenproduktion für Nahrungs- und Futterzwecken, ein kleinerer Teil dient dem Anbau von Energiepflanzen. (wikipedia)

Als Grünland werden landwirtschaftlich genutzte Flächen bezeichnet, auf denen Gras und krautige Pflanzen als Dauerkultur wachsen und die entweder beweidet oder durch Mähen beerntet werden. In der Regel handelt es sich hierbei um anthropogen geschaffene Flächen, d. h. es sind keine ursprünglichen Naturweiden, sondern Teile von Kulturlandschaften, die von Menschenhand erschaffen wurden.

Der Aufwuchs der Grünflächen kann an Nutztiere als Raufutter verfüttert werden und bildet somit eine wichtige Grundfutterquelle für Futterbaubetriebe. Außerdem lassen sich die Aufwüchse als nachwachsende Rohstoffe nutzen. Auf ertragsschwachen Standorten spielen bei den Grünlandflächen auch noch Gesichtspunkte der Landschaftspflege und des Naturschutzes eine Rolle.

Der Terminus Grünland als Landnutzungsform bezeichnet die landwirtschaftlich genutzte offene Flur in Abgrenzung zu Ackerland, das umgebrochen wird, zu Gartenbauflächen, zu denen in weiterem Sinne auch Obst- und Weinbauflächen u ä. zählen, sowie zum Brachland, das temporär ungenutzt bleibt, und den zahlreichen Formen der landwirtschaftlichen Nebenflächen (unproduktive Flächen), wie Wege, Raine, Haine, aber auch teichwirtschaftliche Flächen und Ähnliches sowie zum Nutzwald, der den forstwirtschaftlichen Zweig der bäuerlichen Betriebe darstellt. (wikipedia)


Bodenfaktoren:
     
    

Alle unsere Kulturpflanzen (außer Wiesengräser) wachsen auf dem Ackerboden. Der Landwirt unterscheidet fruchtbare und weniger fruchtbare Böden. Die entscheidende Komponente für die Bodenfruchtbarkeit ist der Humusgehalt, der Gehalt an organischer Substanz.

Allgemein bedeutet Bodenfruchtbarkeit die Fähigkeit eines Bodens, Pflanzen als Standort zu dienen und nachhaltig regelmäßige Pflanzenerträge von hoher Qualität zu erzeugen. Die Bodenfruchtbarkeit entsteht aus dem Zusammenspiel physikalischer (wie mechanische Bodenbearbeitung), chemischer (wie Düngereinsatz) und biologischer Bodeneigenschaften und deren vielfältigen Wechselwirkungen. (Gisi et. Al. 1997)

Als physikalische Bodeneigenschaften bezeichnet man das Vermögen des Bodens, Wasser zu speichern, die Dichte, das Porenvolumen, wie gut ein Boden belüftet ist und die Beständigkeit seiner Aggregate.

Eine der wichtigsten chemischen Eigenschaften des Bodens ist seine Fähigkeit, Ionen (z.B. Nährstoffe) festzuhalten, zu sorbieren, und bei Bedarf abgeben zu können. Die Nährstoffanlagerung findet an den Oberflächen der mineralischen und organischen Bodenteilchen statt, hauptsächlich an den Kolloiden, wie Tonminerale und Huminstoffe.

Die biologische Bodenqualität wird bestimmt durch die Zusammensetzung der Bodenflora und -fauna und deren Lebensbedingungen. Zu den Lebensbedingungen zählen u.a. Faktoren, wie das Bodengefüge, die Zusammensetzung der organischen Substanz, der Bodenwassergehalt und die Bodendurchlüftung, der pH-Wert, die Nährstoffverfügbarkeit sowie toxikologische Unbedenklichkeit. Ein Boden von hoher biologischer Qualität ist somit in der Lage einer Vielzahl von Organismen als Lebensraum zu dienen. Denn die Bodenorganismen sind an fast allen im Boden ablaufenden Prozessen beteiligt. Durch Ab-, Ein- und Umbauprozesse von organischer Substanz fördern sie wesentlich den Aufbau einer nachhaltigen Bodenfruchtbarkeit. (Blum 2007)

Die Bodeneigenschaften sind somit immer ein Produkt der verschiedenen abiotischen und biotischen Entwicklungsprozesse im Boden und unterliegen einem mehr oder weniger starken Wandel.

Ein wichtiger Faktor hierbei ist auch immer der pH-Wert des Bodens. Neutrale Böden haben einen pH-Wert von sieben, im Bereich von sechs bis sieben sind die physikalisch-chemischen Reaktionen im Boden, der sogenannte Nährstoffhaushalt, am besten. Saure Böden müssen regelmäßig gekalkt werden oder sie ergeben nur minderwertige Grünlandstandorte und eignen sich nicht für den Ackerbau.

Ein weiterer Faktor für die Bodenqualität stellt die Bodenart dar. Sie beschreibt die Zusammensetzung des Bodens bezüglich der Hauptbodenarten und wird von der Korngrößenzusammensetzung der mineralischen Bodensubstanz bestimmt. Der Bauer unterscheidet danach Sand-, Löß-, Lehm- oder Tonböden und darunter die verschiedensten Zwischenstufen. (wikipedia)

Man unterscheidet in Deutschland die Hauptbodenarten nach folgendem System:

Sand (S) – Durchmesser von 0,063 bis 2 mm

Schluff (U) – Durchmesser von 0,002 bis 0,063 mm

Ton (T) – Durchmesser kleiner 0,002 mm

Lehm (L) ist ein Gemisch von Sand, Schluff und Ton zu etwa gleichen Anteilen.

Sand- und sandige Böden sind arme Böden, weil sie Wasser und Nährstoffe schlecht binden können und Nährstoffe schnell ausgewaschen werden. Dafür sind sie leichte Böden und entsprechend einfacher zu bearbeiten. Das andere Extrem sind Tonböden: Sie sind sehr schwer und schwer zu bearbeiten, weshalb man sie auch als „Minutenböden“ bezeichnet. Am ertragsfähigsten sind Lehmböden, Lößböden sind absolute Spitzenböden.

Böden sind nicht gleichförmig aufgebaut, sondern bestehen aus verschiedenen Horizonten (im Bodenprofil zu sehen). Danach unterscheidet man verschiedene Bodentypen wie beispielsweise Schwarzerde, Braunerde, Podsol, Moorboden oder Verwitterungsboden.

Diese aber auch noch verschiedene weitere Faktoren beeinflussen den Wert einer landwirtschaftlichen Fläche. Zusätzlich zu nennen sind hier vor allem die Niederschlagsmenge in der Region, die Lage der Fläche (eben oder Hangneigung), mögliche Beschattung durch Randbepflanzungen, die Wegbarkeit der Fläche, der Zuschnitt der Fläche und ihre Größe.

Bodenbewertung:         

Die Bewertung der Acker- und Grünlandböden in Deutschland geht zurück auf die Bodenschätzung des Deutschen Reiches 1934. Seither gilt in Deutschland das „Bodenschätzungsgesetz“ (novelliert 1965 durch das „Bewertungsänderungsgesetz“) als Grundlage für Grundstückskäufe, Pacht, Nutzungsplanung, Entschädigung, Besteuerung und dergleichen.

Die Bodenschätzung erfolgt nach dem Ackerschätzungsrahmen. Er berücksichtigt die Bodenart (Körnungsklassen), die Art und das geologische Alter des Ausgangsgesteins sowie den Entwicklungsgrad (Zustandsstufe) des Bodens (Bodenentwicklung). Die daraus abgeleitete Bodenzahl (BZ) gilt als ungefähres Maß für die Bodenfruchtbarkeit. Sie gibt in Prozent an, welcher Reinertrag auf einem Boden zu erzielen ist, im Vergleich zum Reinertrage auf dem fruchtbarsten Boden in Deutschland, den Schwarzerdeböden der Magdeburger Börde, der gleich 100 gesetzt wird. (Lexikon der Biologie)

Werden zusätzliche Angaben über Klima (Bodenklima, Mikroklima) und Relief berücksichtigt, so ergibt sich daraus die Ackerzahl (AZ), auch Ackerwertzahl oder Bodenpunkte (BP) genannt. Sie bemisst die Qualität einer Ackerfläche und wird als Maßstab für die Ertragsleistung von Böden angegeben. Ausgehend von der Bodenzahl wird sie durch Zu- und Abschläge auf Grund von Faktoren wie Klima oder ausgewählter Landschaftsmerkmale (z. B. Hangneigung und Waldschatten) ermittelt, insofern diese von den Standardwerten (u. a. 8 °C mittlere Jahrestemperatur, 600 mm mittlerer Jahresniederschlag, keine oder sehr geringe Hangneigung) abweichen. Die Ackerzahl kann als Korrektur der Bodenzahl unter Bewertung der natürlichen Bedingungen des individuellen Standortes gesehen werden. Die Skala möglicher Werte reicht von 1 (sehr schlecht) bis 120 (sehr gut). (wikipedia)

Als Maßstab der Ertragsfähigkeit von Grünland bei der Bodenschätzung wird die Grünlandzahl (GZ) angegeben. Sie wird anhand des Grünlandbewertungsrahmens der Reichsbodenschätzung oder des verbesserten Rostocker Grünlandbewertungsrahmens ermittelt. Grundlage für die Ermittlung der Grünlandzahl ist die Grünlandgrundzahl, die das prozentuale Ertragsverhältnis einer bestimmten Grünlandfläche zum besten Boden angibt. Methodisch wird die Grünlandzahl wie die Ackerzahl ermittelt. (wikipedia)

Diese Kennzahlen der Bodenbewertung sind aus dem Kartenwerk der Liegenschaftskataster ablesbar, z. T. sogar Online. Als Grundlage dient die DGK 5 Bo – eine Bodenkarte, die im Zuge der Reichsbodenschätzung 1934 erarbeitet wurde.


Preise für Ackerland und Grünland:

Die Preisbildung auf landwirtschaftlichen Bodenmärkten ist komplex und wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Neben unmittelbar produktivitätsbestimmenden Merkmalen, wie der Bodengüte oder der Größe des Grundstücks, spielen auch agrar- und umweltbezogene Prämien und Zuschüsse, sowie die Marktmikrostruktur eine Rolle.

Laut Kipp (AID, 2015) ist seit einigen Jahren ein Trend zu beobachten, der viele Landwirte beunruhigt: die kontinuierliche Steigerung der Pacht- und Kaufpreise für deutsche Agrarflächen. Zwischen den Jahren 2000 und 2013 sind die Kaufpreise für Acker- und Grünlandflächen um durchschnittlich 80 % gestiegen. Je nach Region und Bundesland unterscheiden sich die Preise z. T. sehr stark.

Diese rapiden Preiserhöhungen werden von vielen Landwirten mit Sorge verfolgt, denn wer seine Betriebsflächen vergrößern möchte, braucht relativ viel Kapital, um bei dieser Entwicklung mithalten zu können. Immer häufiger bieten auch kapitalstarke Investoren aus dem außerlandwirtschaftlichen Bereich mit. Sie sehen in landwirtschaftlichen Flächen und Höfen ein großes finanzielles Potential für die Zukunft, gerade in Zeiten zunehmender Inflation und geringer Renditen.

Es ist nicht leicht, eine Lösung für das Problem der steigenden Bodenpreise zu finden. Vor allen in Zeiten einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und expandierender Agrarmärkte wird landwirtschaftliche Nutzfläche immer begehrter und knapper.

Zwar hat die Bundesrepublik Deutschland eine Gesamtfläche von 357.022 km², von der fast die Hälfte landwirtschaftlich genutzt wird, was in etwa 17 Mio. Hektar bedeutet. Ackerbaulich werden von dieser Agrarfläche nur ca. 12 Mio. ha genutzt (etwa ein Drittel der Gesamtfläche), mit steigender Tendenz, da viele Landwirte expandieren wollen. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen werden jedoch durch eine fortschreitende Flächenversiegelung durch Industrie, Verkehr und Wohnungsbau, etwa 45.000 ha pro Jahr, bedroht.

Aufgrund dieser Faktoren ist davon auszugehen, dass der Nachfragedruck auf die knappen Agrarflächen weiter bestehen bleibt mit der Folge hoher Bodenpreise.


Jagd

Zwischen Jagd und Landwirtschaft besteht eine enge Wechselbeziehungen, die Landwirte und Jäger bzw. Revierinhaber zu wichtigen Partnern macht. Der Wechsel von Wäldern, Wiesen und Feldern bestimmt den Lebensraum unserer Wildtiere. Landwirtschaftlich genutzte Äcker, Wiesen und Weiden sind auch Lebensraum für freilebendes Wild. Hier steht die Hege von Wild, die so durchgeführt werden muss, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, vermieden werden, im Vordergrund.

Ab wann landwirtschaftliche Flächen als Eigenjagd genutzt werden können, hängt maßgeblich von der Größe der Flächen und deren Lage zueinander ab. Dies ist im Bundesjagdgesetz und den Jagdgesetzen der einzelnen Bundesländer geregelt.

Literatur:

BLUM, W.E.H. (2007): Bodenkunde in Stichwörtern, Gebr. Borntraeger, Verlagsbuchhandlung, Berlin, Stuttgart, Online unter: http://www.al.hs-osnabrueck.de/bodenqualität (28.7.15)

Bundesjagdgesetz, Online unter: http://www.gesetze-im–internet.de/bjagd (24.7.15)

GISI, U., SCHENKER, R., SCHULIN, R., STADELMANN, F.X., STICHER, H. (1997): Bodenökologie, Thieme Verlag, Stuttgart, Online unter: http://www.al.hs-osnabrueck.de/bodenqualität (28.7.15)

KIPP, Marilena, AID-Artikel: Wie viel Steigerung ist noch zu ertragen?, Online unter: http://www.aid.de/landwirtschaft/agrarstruktur_bodenpreissteigerung.php, Stand 24.5.2015 (28.7.15)

Ohne Autor, Acker, https://de.wikipedia.org/wiki/Acker (28.7.15)

Ohne Autor, Bodenarten, https://de.wikipedia.org/wiki/Bodenart (28.7.15)

Ohne Autor, Bodeneigenschaften, https://de.wikipedia.org/wiki/chemischeBodeneigenschaften (28.7.15)

Ohne Autor, Bodenschätzung, https://de.wikipedia.org/wiki/Bodenschätzung (28.7.15)

Ohne Autor, Grünland, https://de.wikipedia.org/wiki/Grünland (28.7.15)

Ohne Autor, Grünlandzahl, https://de.wikipedia.org/wiki/Grünlandzahl (28.7.15)

SCHEFFER / SCHACHTSCHNABEL: Lehrbuch der Bodenkunde, 16. Aufl., Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg / Berlin, 2010

SCHILLER, Tobias, Referat an der Universität Tübingen: Bodenarten und Bodentypen: Bestimmung und Bedeutung für Böden, Online unter: http://www.tobias-schiller.de/arbeiten/Boden.pdf (28.7.15)

 

Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg 1999, Online unter: http://www.spektrum.de/lexikon/biologie/bodenbewertung/9779 (28.7.15)